Geschichten 26082021 Andrea Wolfmayr: Mama!!

Vor mehr als 2 Jahrzehnten ist die Mutter der oststeirischen Schriftstellerin Andrea Wolfmayr in Folge eines ärztlichen Kunstfehlers gestorben. Wolfmayr hat danach eine Psychotherapie in Anspruch genommen – mit literarischen Folgen. Denn geraume Zeit später hat Andrea Wolfmayr die Unterlagen aus jener Zeit literarisch zu einem Roman verarbeitet: Mama!! Wie es ist. Wie es war.“ Erschienen in der Edition Keiper. Andrea Wolfmayrs Roman lässt uns Leser*innen miterleben, wie aus dem emotionalen Ausnahmezustand aus Liebe, Wut, Verzweiflung eine gelöste und ruhige Beziehung zur Mutter entsteht. Aber auch, wie sich die Schriftstellerin und damalige Politikerin Andrea Wolfmayr neu findet. Erschienen ist das Buch vor kurzem in der Edition Keiper.

Andrea Wolfmayr schreibt über ihren Roman „Mama!! Wie es ist. Wie es war.“: „Es ist ein Buch über meine Mutter und für meine Mutter. Es speist sich hauptsächlich aus Briefen, die ich nach ihrem Tod an sie schrieb, und aus Tagebuchaufzeichnungen… Ich habe sehr viel weggelassen,Namen geändert, Personen und Situationen gestrichen, ich habe alles, auch die Briefe, aufs „Wesentliche“ reduziert und die Geschichte so lange und so oft und so stark verändert, bis sie zum einem Märchen wurde.

 

Andrea Wolfmayr: Wie es ist. Wie es war. Roman. Graz: Keiper 2021.

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Geschichten 26072021: Cordula Simon – Schriftstellerin und Bestatterin

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Die Grazer Schriftstellerin Cordula Simon schreibt literarische Texte (bisher 4 Romane), arbeitet wissenschaftlich – und hat auch einen handfesten Job: Sie ist Mitarbeiterin eines Grazer Bestattungsunternehmens. Es geht in der Literatur und in der Bestattung eigentlich um dasselbe Thema: um das Leben. Cordula Simon erzählt von einem alten Mann, der nach dem Tod seiner Ehefrau nicht loslassen kann. Eines Tages lässt er los – aber anders als erwartet. Die Bestatter-Kolleg*innen zeigen Cordula Simon, wie man eine Leiche anfasst, ohne die manchmal spröde Haut zu verletzen. Und sie gibt einen Überblick über moderne und gefragte Urnen.

 

Nachgefragt 01032021: Judith Schwentner (Grüne)

Anfang 2022 wird in Graz der Gemeinderat neu gewählt. Die Spitzenkandidatin der Grünen, Judith Schwentner, will in Graz eine autofreie Innenstadt durchsetzen. Das Wachstum der Stadt, vor allem in den Außenbezirken, müsse besser geplant werden, derzeit gebe es einen Wildwuchs, sagt Schwentner.

Die Regierungsbeteiligung der Grünen im Bund gebe den Grazer Grünen Auftrieb, meint Schwentner. Es zeige nämlich, dass die Grünen auch in schwierigen Situationen politische Verantwortung tragen können.

 

Nachgefragt 12032021: Michael Ehmann (SPÖ Graz)

Rund 9 Monate vor der nächsten Gemeinderatswahl in Graz ist für die SPÖ noch kein Land in Sicht. Nach außen hin hat sich die Partei unter Parteichef Michael Ehmann konsolidiert. Die Umfragen zeigen allerdings noch keinen Anstieg in der Wählergunst. Kommt noch, sagt Ehmann. Er ist überzeugt davon, dass die SPÖ endlich so etwas wie ein Narrativ gefunden hat und in Wählerschaft tragen wird. Das Wahlziel von Michael Ehmann: der Einzug in die Stadtregierung.Dort war Ehmann ja schon kurz. Allerdings vor der letzten Wahl. Da kam der Absturz auf 10% der Wählerstimmen. Jetzt geht es aufwärts, ist Michael Ehmann überzeugt. Ich habe mit ihm darüber gesprochen, was ihn so optimistisch sein lässt. 

 

 

„Geschichten“: Gertraud Klemm: Hippocampus

Foto: Dirk Skiba

Die neue Folge des Literaturpodcasts „Geschichten“ widmet sich dem neuen Roman von Gertraud Klemm. Der Titel: Hippocampus (Kremayr&Scheriau)

Einige Zitate daraus:

„Heute ist der Literaturbetrieb ein Kindergarten für Schwererziehbare. Jeder darf alles.“

„Wer das Schreiben nicht persönlich erlebt hat, hat Helene immer gesagt, kann sich die Qualen nicht vorstellen. Elvira hat auch so ihre Zweifel. Das müsste ja heißen, dass alle erfolgreichen Schriftsteller Arschlöcher sind oder schrecklich leiden.“

 

 

„Geschichten“ 05122020: Martin G. Wanko: Eisenhagel. Der Krampuslauf.

In Eisenhagel wartet alles auf den traditionellen Krampuslauf. Doch diesmal ist alles anders. Die Schatten der Vergangenheit holen Eisenhagel ein.

Martin G. Wanko: Eisenhagel. Der Krampuslauf. Ein Steiermark-Krimi. Graz: Edition Keiper 2020.

 

„Geschichten“ 26052020: Sophie Reyer: Das stumme Tal.

Sophie Reyer

Ein grausames Verbrechen

Gemeinde Stumm in Tirol, 1889: Ein entlegener Hof brennt ab, 4 Leichen werden gefunden, offenbar Opfer eines Gewaltverbrechens. Die Schriftstellerin Sophie Reyer wird auf diesen historischen Kriminalfall aufmerksam. Unter anderem deshalb, weil ein vierjähriges Mädchen im Mordprozess als Hauptbelastungszeugin aussagen muss. „Das stumme Tal“ ist die literarische Aufarbeitung dieses Verbrechens, erzählt auf zwei Zeitebenen: zum Zeitpunkt der Tat und ein Vierteljahrhundert später. Zu diesem Zeitpunkt kehrt die Hauptbelastungszeugin nach Stumm zurück, die verdrängte Erinnerung an die Tat kehrt zurück.

Der Kriminalroman ist ein lesenswertes Beispiel dafür, dass Spannung und hohe literarische Qualität einander nicht ausschließen.

Hinweis: Sophie Reyer: Das stumme Tal. Kriminalroman. Köln: Emons 2020.

 

 

„Geschichten“ 17042020: Ilma Rakusa: Mein Alphabet.

Foto: Giorgio von Arb

Ilma Rakusa:“In Summe ergibt dieses Buch ein Abbild meiner Interessen, meiner Schwerpunkte, meines Lebens.“

Das Alphabet umfasst 26 Buchstaben. Das Alphabet von Ilma Rakusa umfasst über 100 literarische Text: Gedichte, Kurzprosa, Essays… „Mein Alphabet“, das jüngste Buch der Schweizer Autorin, ist im Literaturverlag Droschl erschienen. Existenzielle Themen fügen sich an leichte, Literarisches an Philosophisches und Alltägliches.  Kurze Texte in einem großartigen Buch. Ich habe in meinem Literaturpodcast mit Ilma Rakusa über ihr neues Buch gesprochen.

 

„Geschichten“ 16032020 Helwig Brunner: Gummibärchenkampagne.

Helwig Brunner mit neuer Kurzprosa

Foto: Werner Schandor

 

Der Grazer Schriftsteller Helwig Brunner, herausragender Lyriker, findet immer mehr Gefallen an Prosatexten. Sein neues Buch trägt den Titel „Gummibärchenkampagne“. Über 100 Texte, jeweils  kaum eine Seite lang, in denen Helwig Brunner Alltäglichem und Banalem nachspürt:  präzise, pointiert, manchmal ins Absurde abgleitend. Ich habe mit Helwig Brunner über sein Buch gesprochen, aber auch über seine vielen Kompetenzen und Talente (Biologe, Musiker, Wissenschafter, Fachautor etc.). Mein Fazit: beides ein Genuss  – das Buch und das Gespräch.

 

 

Nachgefragt 06032020: Louis Schützenhöfer untersucht das Unternehmen „Leben“

Louis Schützenhöfer untersucht das Unternehmen Leben

 

Nur einmal angenommen: Wenn es gemeinsame Merkmale und Verhaltensmuster von erfolgreichen Unternehmer*innen gibt – könnten diese Persönlichkeitsmerkmale bei der Bewältigung des Unternehmens „Leben“ helfen? Der Psychologe Louis Schützenhöfer sagt: „Ja“. Sein neues Buch dazu: „Auch du bist Unternehmer. Dein Unternehmen ist das Leben“. Ich habe mit Louis Schützenhöfer über sein neues Buch gesprochen. Mein Fazit: verblüffende Perspektiven, die zu mehr Lebenszufriedenheit führen können.

Geschichten 29022020: Die Grenzgängerin Kirstin Schwab.

Kirstin Schwab schreibt Lyrik über Grenzgänge.

Die gebürtige Grazerin Kirstin Schwab sucht die Grenzen: als Schriftstellerin, als Schauspielerin, als bildende Künstlerin.  In ihrem neuen Lyrikband „TellerRandGänge“ geht sie literarisch in Grenzräume. Dazu kommen -erstmals – eigene Bilder. Ein stimmiges Buch, ein „erlesenes“Buch im eigentlichen Wortsinn: Am besten, man „erliest“ es nach und nach – die Intensität der Texte braucht das. Absolut empfehlenswert.

Außerdem: Cordula Simon arbeitet wissenschaftlich am Themenkreis „political correctness“ und schreibt auch literarisch darüber – klug und witzig. Ein Text, extra für „Geschichten“ eingelesen.

Nachgefragt 26022020 Die steirischen Grünen starten in den Gemeinderatswahlkampf

Die steirischen Grünen starten in den Gemeinderatswahlkampf

Foto: Podesser

 

Die steirischen Grünen wollen bei den Gemeinderatswahlen um ein Drittel zulegen. Erstmals schaffen sie Kandidaturen in über 100 Gemeinden. Wie stehen die Chancen, dieses Wahlziel zu erreichen? Ich habe die Ausgangslage analysiert und mit Sandra Krautwaschl über den Wahlkampf gesprochen.

Nachgefragt 18022020: Die SPÖ startet in den Gemeinderats – Wahlkampf

Die SPÖ Steiermark startet in den Gemeinderatswahlkampf. SPÖ-Chef Anton Lang sagt:“Je höher man in der Parteihierarchie aufsteigt, umso mehr unterschätzt man, dass man das Ohr auf die Bevölkerung richten muss.“

„Nachgefragt“ – der Politikpodcast aus der Steiermark: ein Interview mit Anton Lang und eine Analyse der Ausgangssituation für die SPÖ.

„Geschichten“ : Colin Hadler: Wenn das Feuer ausgeht.

 

„Wir verharren in Schockstarre. Es sind nur noch wenige Meter zum Wald. Eine unerträgliche Spannung liegt in der Luft.“ (aus: Colin Hadler: Wenn das Feuer ausgeht. Graz: Edition Keiper 2020)

 

Vor ziemlich genau einem Jahr ist  Colin Hadler mit seinem Debütroman „Hinterm Hasen lauert er“ vor allem bei jungen Leser*innen ziemlich erfolgreich gewesen. Jetzt ist der zweite Roman da: „Wenn das Feuer ausgeht“. Ich – Erzähler Lukas fährt in ein Wildnis – Camp. Eigentlich etwas Romantisches, wenn es da nicht ständig unerklärliche und unheimliche Vorfälle gäbe.

Colin Hadler wird in Kürze seine Matura – Prüfung ablegen … die literarische Reifeprüfung hat er bereits bestanden.

Geschichten – Susanne Gregor: Das letzte rote Jahr.

 

30 Jahre nach dem Wendejahr 1989 erzählt Susanne Gregor in ihrem neuen Roman „Das letzte rote Jahr“ , wie drei Freundinnen in der damaligen Tschechoslowakei die Zeit der Wende erlebt haben. Die Ö1 – Redaktion hat diesen Roman zum Buch des Monats gekürt.

„Geschichten“ 04102019: Tonio Schachinger// Sophie Reyer

Foto: Konstantin Reyer

 

Foto: www.detailsinn.at

 

Demnächst werden der Deutsche Buchpreis und der Österreichische Buchpreis verliehen. Unter den Siegesanwärtern sind auch Sophie Reyer („Mutter brennt“; Edition Keiper) und Tonio Schachinger („Nicht wie ihr“; Kremayr & Scheriau). Das Bemerkenswerte: Die Nominierungen zeigen, dass auch Autor*innen kleinerer Verlage eine Chance auf einen Buchpreis haben. Im Podcast sprechen Reyer und Schachinger über ihre Romane und lesen daraus vor.

Geschichten – der Literaturpodcast aus der Steiermark. 30.11.2019

Christoph Dolgan (li) und Andreas Unterweger

Der Grazer Christoph Dolgan hat einen neuen Roman veröffentlicht: „Elf Nächte und ein Tag“(Literaturverlag Droschl). Der junge Ich -Erzähler flaniert durch die Nacht. Zwei seiner wichtigsten Bezugspersonen scheiden durch Freitod aus dem Leben. Eine lange geplante Bahnfahrt nach St. Petersburg könnte wieder Bewegung in das Leben des Ich – Erzählers bringen.

Auch in der neuen Manuskripte – Ausgabe (Nr.226) ist Christop Dolgan vertreten – mit Texten und Fotos. Die Fotos erinnern frappant an jene Fotos, die ein Protagonist im neuen Roman ausstellt.

 

„Geschichten“ 26.11.2019: mit Lichtungen Nr. 160 und Mario Hladicz: Die Dauer der Scham.

 

Die Literaturzeitschrift „Lichtungen“ hat einen Relaunch gewagt: im Design, im Format, im Inhalt. Was ist neu an den Lichtungen? Die Herausgeberin Andrea Stift – Laube stellt die modernisierte und traditionsreiche  Literaturzeitschrift vor.

Der Grazer Autor Mario Hladicz hat in seinem neuen Erzählband über ein Phänomen geschrieben, das man üblicherweise verschweigt: die Scham. „Die Dauer der Scham“, erschienen in der Edition Keiper.

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E.Rossmann: Heißzeit 51. /Geschichten – der Podcast aus der Literaturhauptstadt Graz

Eine Klimaaktivistin stirbt. Bald stellt sich heraus: Es war Mord. Kommt der Täter/die Täterin aus dem persönlichen Umfeld? Spielt die Politik eine Rolle? Mira Valensky beginnt zu recherchieren.

Nachgefragt 01032021: Judith Schwentner (Grüne)

Anfang 2022 wird in Graz der Gemeinderat neu gewählt. Die Spitzenkandidatin der Grünen, Judith Schwentner, will in Graz eine autofreie Innenstadt durchsetzen. Das Wachstum der Stadt, vor allem in den Außenbezirken, müsse besser geplant werden, derzeit gebe es einen Wildwuchs, sagt Schwentner.

Die Regierungsbeteiligung der Grünen im Bund gebe den Grazer Grünen Auftrieb, meint Schwentner. Es zeige nämlich, dass die Grünen auch in schwierigen Situationen politische Verantwortung tragen können.

 

Nachgefragt 12032021: Michael Ehmann (SPÖ Graz)

Rund 9 Monate vor der nächsten Gemeinderatswahl in Graz ist für die SPÖ noch kein Land in Sicht. Nach außen hin hat sich die Partei unter Parteichef Michael Ehmann konsolidiert. Die Umfragen zeigen allerdings noch keinen Anstieg in der Wählergunst. Kommt noch, sagt Ehmann. Er ist überzeugt davon, dass die SPÖ endlich so etwas wie ein Narrativ gefunden hat und in Wählerschaft tragen wird. Das Wahlziel von Michael Ehmann: der Einzug in die Stadtregierung.Dort war Ehmann ja schon kurz. Allerdings vor der letzten Wahl. Da kam der Absturz auf 10% der Wählerstimmen. Jetzt geht es aufwärts, ist Michael Ehmann überzeugt. Ich habe mit ihm darüber gesprochen, was ihn so optimistisch sein lässt. 

 

 

Nachgefragt 18022020: Die SPÖ startet in den Gemeinderats – Wahlkampf

Die SPÖ Steiermark startet in den Gemeinderatswahlkampf. SPÖ-Chef Anton Lang sagt:“Je höher man in der Parteihierarchie aufsteigt, umso mehr unterschätzt man, dass man das Ohr auf die Bevölkerung richten muss.“

„Nachgefragt“ – der Politikpodcast aus der Steiermark: ein Interview mit Anton Lang und eine Analyse der Ausgangssituation für die SPÖ.

Geschichten 26072021: Cordula Simon – Schriftstellerin und Bestatterin

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Die Grazer Schriftstellerin Cordula Simon schreibt literarische Texte (bisher 4 Romane), arbeitet wissenschaftlich – und hat auch einen handfesten Job: Sie ist Mitarbeiterin eines Grazer Bestattungsunternehmens. Es geht in der Literatur und in der Bestattung eigentlich um dasselbe Thema: um das Leben. Cordula Simon erzählt von einem alten Mann, der nach dem Tod seiner Ehefrau nicht loslassen kann. Eines Tages lässt er los – aber anders als erwartet. Die Bestatter-Kolleg*innen zeigen Cordula Simon, wie man eine Leiche anfasst, ohne die manchmal spröde Haut zu verletzen. Und sie gibt einen Überblick über moderne und gefragte Urnen.

 

Nachgefragt 06032020: Louis Schützenhöfer untersucht das Unternehmen „Leben“

Louis Schützenhöfer untersucht das Unternehmen Leben

 

Nur einmal angenommen: Wenn es gemeinsame Merkmale und Verhaltensmuster von erfolgreichen Unternehmer*innen gibt – könnten diese Persönlichkeitsmerkmale bei der Bewältigung des Unternehmens „Leben“ helfen? Der Psychologe Louis Schützenhöfer sagt: „Ja“. Sein neues Buch dazu: „Auch du bist Unternehmer. Dein Unternehmen ist das Leben“. Ich habe mit Louis Schützenhöfer über sein neues Buch gesprochen. Mein Fazit: verblüffende Perspektiven, die zu mehr Lebenszufriedenheit führen können.

Geschichten 26082021 Andrea Wolfmayr: Mama!!

Vor mehr als 2 Jahrzehnten ist die Mutter der oststeirischen Schriftstellerin Andrea Wolfmayr in Folge eines ärztlichen Kunstfehlers gestorben. Wolfmayr hat danach eine Psychotherapie in Anspruch genommen – mit literarischen Folgen. Denn geraume Zeit später hat Andrea Wolfmayr die Unterlagen aus jener Zeit literarisch zu einem Roman verarbeitet: Mama!! Wie es ist. Wie es war.“ Erschienen in der Edition Keiper. Andrea Wolfmayrs Roman lässt uns Leser*innen miterleben, wie aus dem emotionalen Ausnahmezustand aus Liebe, Wut, Verzweiflung eine gelöste und ruhige Beziehung zur Mutter entsteht. Aber auch, wie sich die Schriftstellerin und damalige Politikerin Andrea Wolfmayr neu findet. Erschienen ist das Buch vor kurzem in der Edition Keiper.

Andrea Wolfmayr schreibt über ihren Roman „Mama!! Wie es ist. Wie es war.“: „Es ist ein Buch über meine Mutter und für meine Mutter. Es speist sich hauptsächlich aus Briefen, die ich nach ihrem Tod an sie schrieb, und aus Tagebuchaufzeichnungen… Ich habe sehr viel weggelassen,Namen geändert, Personen und Situationen gestrichen, ich habe alles, auch die Briefe, aufs „Wesentliche“ reduziert und die Geschichte so lange und so oft und so stark verändert, bis sie zum einem Märchen wurde.

 

Andrea Wolfmayr: Wie es ist. Wie es war. Roman. Graz: Keiper 2021.

Hier geht es zur Buchbestellung.

 

 

 

 

 

Geschichten 26072021: Cordula Simon – Schriftstellerin und Bestatterin

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Die Grazer Schriftstellerin Cordula Simon schreibt literarische Texte (bisher 4 Romane), arbeitet wissenschaftlich – und hat auch einen handfesten Job: Sie ist Mitarbeiterin eines Grazer Bestattungsunternehmens. Es geht in der Literatur und in der Bestattung eigentlich um dasselbe Thema: um das Leben. Cordula Simon erzählt von einem alten Mann, der nach dem Tod seiner Ehefrau nicht loslassen kann. Eines Tages lässt er los – aber anders als erwartet. Die Bestatter-Kolleg*innen zeigen Cordula Simon, wie man eine Leiche anfasst, ohne die manchmal spröde Haut zu verletzen. Und sie gibt einen Überblick über moderne und gefragte Urnen.

 

„Geschichten“: Gertraud Klemm: Hippocampus

Foto: Dirk Skiba

Die neue Folge des Literaturpodcasts „Geschichten“ widmet sich dem neuen Roman von Gertraud Klemm. Der Titel: Hippocampus (Kremayr&Scheriau)

Einige Zitate daraus:

„Heute ist der Literaturbetrieb ein Kindergarten für Schwererziehbare. Jeder darf alles.“

„Wer das Schreiben nicht persönlich erlebt hat, hat Helene immer gesagt, kann sich die Qualen nicht vorstellen. Elvira hat auch so ihre Zweifel. Das müsste ja heißen, dass alle erfolgreichen Schriftsteller Arschlöcher sind oder schrecklich leiden.“

 

 

„Geschichten“ 26052020: Sophie Reyer: Das stumme Tal.

Sophie Reyer

Ein grausames Verbrechen

Gemeinde Stumm in Tirol, 1889: Ein entlegener Hof brennt ab, 4 Leichen werden gefunden, offenbar Opfer eines Gewaltverbrechens. Die Schriftstellerin Sophie Reyer wird auf diesen historischen Kriminalfall aufmerksam. Unter anderem deshalb, weil ein vierjähriges Mädchen im Mordprozess als Hauptbelastungszeugin aussagen muss. „Das stumme Tal“ ist die literarische Aufarbeitung dieses Verbrechens, erzählt auf zwei Zeitebenen: zum Zeitpunkt der Tat und ein Vierteljahrhundert später. Zu diesem Zeitpunkt kehrt die Hauptbelastungszeugin nach Stumm zurück, die verdrängte Erinnerung an die Tat kehrt zurück.

Der Kriminalroman ist ein lesenswertes Beispiel dafür, dass Spannung und hohe literarische Qualität einander nicht ausschließen.

Hinweis: Sophie Reyer: Das stumme Tal. Kriminalroman. Köln: Emons 2020.

 

 

„Geschichten“ 17042020: Ilma Rakusa: Mein Alphabet.

Foto: Giorgio von Arb

Ilma Rakusa:“In Summe ergibt dieses Buch ein Abbild meiner Interessen, meiner Schwerpunkte, meines Lebens.“

Das Alphabet umfasst 26 Buchstaben. Das Alphabet von Ilma Rakusa umfasst über 100 literarische Text: Gedichte, Kurzprosa, Essays… „Mein Alphabet“, das jüngste Buch der Schweizer Autorin, ist im Literaturverlag Droschl erschienen. Existenzielle Themen fügen sich an leichte, Literarisches an Philosophisches und Alltägliches.  Kurze Texte in einem großartigen Buch. Ich habe in meinem Literaturpodcast mit Ilma Rakusa über ihr neues Buch gesprochen.

 

„Geschichten“ 16032020 Helwig Brunner: Gummibärchenkampagne.

Helwig Brunner mit neuer Kurzprosa

Foto: Werner Schandor

 

Der Grazer Schriftsteller Helwig Brunner, herausragender Lyriker, findet immer mehr Gefallen an Prosatexten. Sein neues Buch trägt den Titel „Gummibärchenkampagne“. Über 100 Texte, jeweils  kaum eine Seite lang, in denen Helwig Brunner Alltäglichem und Banalem nachspürt:  präzise, pointiert, manchmal ins Absurde abgleitend. Ich habe mit Helwig Brunner über sein Buch gesprochen, aber auch über seine vielen Kompetenzen und Talente (Biologe, Musiker, Wissenschafter, Fachautor etc.). Mein Fazit: beides ein Genuss  – das Buch und das Gespräch.

 

 

Geschichten 29022020: Die Grenzgängerin Kirstin Schwab.

Kirstin Schwab schreibt Lyrik über Grenzgänge.

Die gebürtige Grazerin Kirstin Schwab sucht die Grenzen: als Schriftstellerin, als Schauspielerin, als bildende Künstlerin.  In ihrem neuen Lyrikband „TellerRandGänge“ geht sie literarisch in Grenzräume. Dazu kommen -erstmals – eigene Bilder. Ein stimmiges Buch, ein „erlesenes“Buch im eigentlichen Wortsinn: Am besten, man „erliest“ es nach und nach – die Intensität der Texte braucht das. Absolut empfehlenswert.

Außerdem: Cordula Simon arbeitet wissenschaftlich am Themenkreis „political correctness“ und schreibt auch literarisch darüber – klug und witzig. Ein Text, extra für „Geschichten“ eingelesen.

Geschichten – Susanne Gregor: Das letzte rote Jahr.

 

30 Jahre nach dem Wendejahr 1989 erzählt Susanne Gregor in ihrem neuen Roman „Das letzte rote Jahr“ , wie drei Freundinnen in der damaligen Tschechoslowakei die Zeit der Wende erlebt haben. Die Ö1 – Redaktion hat diesen Roman zum Buch des Monats gekürt.

„Geschichten“ 04102019: Tonio Schachinger// Sophie Reyer

Foto: Konstantin Reyer

 

Foto: www.detailsinn.at

 

Demnächst werden der Deutsche Buchpreis und der Österreichische Buchpreis verliehen. Unter den Siegesanwärtern sind auch Sophie Reyer („Mutter brennt“; Edition Keiper) und Tonio Schachinger („Nicht wie ihr“; Kremayr & Scheriau). Das Bemerkenswerte: Die Nominierungen zeigen, dass auch Autor*innen kleinerer Verlage eine Chance auf einen Buchpreis haben. Im Podcast sprechen Reyer und Schachinger über ihre Romane und lesen daraus vor.

Geschichten – der Literaturpodcast aus der Steiermark. 30.11.2019

Christoph Dolgan (li) und Andreas Unterweger

Der Grazer Christoph Dolgan hat einen neuen Roman veröffentlicht: „Elf Nächte und ein Tag“(Literaturverlag Droschl). Der junge Ich -Erzähler flaniert durch die Nacht. Zwei seiner wichtigsten Bezugspersonen scheiden durch Freitod aus dem Leben. Eine lange geplante Bahnfahrt nach St. Petersburg könnte wieder Bewegung in das Leben des Ich – Erzählers bringen.

Auch in der neuen Manuskripte – Ausgabe (Nr.226) ist Christop Dolgan vertreten – mit Texten und Fotos. Die Fotos erinnern frappant an jene Fotos, die ein Protagonist im neuen Roman ausstellt.

 

„Geschichten“ 26.11.2019: mit Lichtungen Nr. 160 und Mario Hladicz: Die Dauer der Scham.

 

Die Literaturzeitschrift „Lichtungen“ hat einen Relaunch gewagt: im Design, im Format, im Inhalt. Was ist neu an den Lichtungen? Die Herausgeberin Andrea Stift – Laube stellt die modernisierte und traditionsreiche  Literaturzeitschrift vor.

Der Grazer Autor Mario Hladicz hat in seinem neuen Erzählband über ein Phänomen geschrieben, das man üblicherweise verschweigt: die Scham. „Die Dauer der Scham“, erschienen in der Edition Keiper.

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E.Rossmann: Heißzeit 51. /Geschichten – der Podcast aus der Literaturhauptstadt Graz

Eine Klimaaktivistin stirbt. Bald stellt sich heraus: Es war Mord. Kommt der Täter/die Täterin aus dem persönlichen Umfeld? Spielt die Politik eine Rolle? Mira Valensky beginnt zu recherchieren.

 

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